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SchmidPreissler Brand Equity+Performance©  Programm

 
 

Ausgabe: 03/200

Nächste Ausgabe: KW 14/2009

 

 

Excerpt of further issues topics: Brand Equity and Brand Strategy, Brand Equity and Brand Diffusion, Brand Equity and Company Success, Brand Equity and Sales and Acquisition of Brands or Companies, Brand Equity and Marketing Investment

 

 

 

 

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Unternehmen konsolidieren ihre Markenportfolios

Seit Beginn dieses Jahrhunderts ist ein weltweiter Trend zur Neuordnung der Marken-Portfolios sichtbar. Angesichts der Markenflut unserer Tage drängt sich die Frage auf, wie viele Marken Unternehmen brauchen, oder anders, wie viele Marken sie sich noch leisten können. Die Globalisierung, aber auch der nationale Wettbewerb, zwingen dazu, die Effizienz der eingesetzten Marken zu überprüfen. Der Luxus, für alle Ebenen, für alle Unternehmensbereiche oder für jedes Marktsegment eigene Marken zu unterhalten, widerspricht den heutigen Zwängen zu höherer Effizienz und besserer economy of scales.

Vor allem Konsumgüter-Unternehmen verdichten und fokussieren die Zahl ihrer Marken. Unter dem Restrukturierungsprogramm „Path of Growth“ reduzierte Unilever beispielsweise bis Ende 2004 die Zahl der Marken von ehemals 1.600 Marken auf 400, die heute rund 90% des Umsatzes ausmachen. In der ganzen Welt gibt es eine Vielzahl von Unternehmens-, Produkt- und Service-Marken.

Gleichzeitig führt der aggressive Verdrängungswettbewerb, der durch Überkapazitäten in Produktion und Verkaufsfläche entsteht, zu Preiskämpfen, die die Profitabilität verringern oder sogar total gefährden.

Die schiere Zahl der Marken, die Kosten, sie zu bewirtschaften und die erschöpfte Merkfähigkeit der Konsumenten führen zu einem Umdenken, mit der Konsequenz, dass Markenwerte und Markenwertverzinsung im Grunde eine andere als die heute in der Mehrzahl der Fälle übliche Markenführung bedingen. In vielen Unternehmen sind die Markenwerte eine Art „Stille Reserve“. Das sollte man, wenn es der Fall ist, ändern. Marken sind keine Stillen Reserven. Sie sind so grundlegend für den gegenwärtigen und künftigen Erfolg, dass sie als Vermögenswerte verwaltet, gefördert und geschützt werden müssen. So wie heute die Immobilienwerte eines Unternehmens gewinnbringend eingesetzt werden, so muss es auch mit Marken der Fall sein.

Was charakterisiert Marken, die in diesem schwieriger werden Umfeld erfolgreich sind? Hier wird die Auffassung vertreten, dass es sich um Marken handelt, die sich durch eine starke Markenidentität auszeichnen, d.h. sie bringen glaubwürdig und langfristig zum Ausdruck, für welche Werte die Marke steht. Erfolgreiche Marken sind kein Zufallsprodukt unternehmerischen Handelns. Sie sind vielmehr das Ergebnis einer konsequenten und kontinuierlichen Markenführung, die sich nicht an kurzfristigen Umsatzsteigerungen orientiert, sondern am langfristigen Aufbau von Kundenbeziehungen durch Identifikation mit der Marke.

Die Entwicklung solch einer Markenidentität und einer damit in Einklang stehenden Produkt- und Dienstleistungswelt setzt entsprechende Ressourcen, organisationale Fähigkeiten und Strukturen sowie Prozesse voraus, die Garanten für Kontinuität sind und die den unantastbaren Eigenschaften einer Marke, die einmal definiert wurden, im Marken und bei den Kunden Respekt zu verschaffen verstehen. Ist dies nicht gegeben, so läuft man Gefahr, nach jedem Personalwechsel an der Spitze des Marketings die Markenstrategie in Frage zu stellen. Und ein Werbeagenturwechsel darf nicht gleichbedeutend mit einem Konzeptionswechsel sein, will man nicht riskieren, dass möglichweise entstehende Inkonsistenzen zwischen bewährten und neuen Markenauftritten Unglaubwürdigkeiten entstehen, die die Marke schwächen.

 

 

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Editor: Dipl. Vw. Christina Schmid-Preissler - Assistant Editor: Regina Seago

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